Globalisierung - Kommunikation

leu84 vor 3 Jahren (editiert vor 3 Jahren)
#2
@AnimeJoshiDie Frage ist, unter was verstehst du "Globalisierung"? Wenn man rückblickend betrachtet, dann gibt es die Globalisierung seit dem die Menschen auch andere Erdteile besiedelt haben und ggf. mit anderen Gruppen Handel getrieben haben. Natürlich war die Mobilität im Vergleich zu heute eher langsam. Es ist sicher gut, auch mal über den Horizont zu schauen und von anderen zu lernen. Schwierig wird es dann, wenn ein paar wenige für andere Entscheidungen treffen oder Abhängig machen lässt. Wichtig ist halt immer noch, dass Menschen die Masse zwischen den Ohren zum Nachdenken benutzen.Ich habe so meine Stamm-Quellen für lokales und internationale News. In der Regel nehme ich es zur Kenntnis und gut ist. Meistens ist es am Morgen im Zug, wo ich kurz die News durchscrolle oder zu Hause die "Newsletter" im Briefkasten lese, bevor sie im Altpapier landen.Nein, ich habe nie das Gefühl immer erreichbar sein zu müssen. Es kann auch mal sein, dass ich erst noch 1-2 Tagen auf ein SMS oder WhatsApp reagiere. Entweder habe ich vergessen, zurückzuschreiben oder ich habe die Nachricht spät am Abend gelesen, dann antworte ich am nächsten Morgen. Ein Anruf bei Abwesenheit wird nicht zurückgerufen, wenn ich die Nummer nicht kenne oder keinen Anruf erwarte.Ja, ich hatte mal eine Fernbeziehung. Die ist aus einem Rock-Radio-Chat/Forum aus Deutschland entstanden. Ist so ziemlich 10 Jahre her, wo wir uns getrennt hatten. Die Distanz war das eine Problem, irgendwie hat es dann doch nicht so gepasst. Seit es MSN oder ähnlich gibt, wird halt auch so kennengelernt ^^. Aber von diesem Forum habe ich immer noch Bekanntschaften, wo man mit FB-Kanäle oder ähnlich verbunden ist.Zum Glück gibt es eine Beschäftigung namens Arbeit, so habe ich eh keine Zeit für Handy. Im Büro logge ich mich auch nicht auf discord oder whatsapp ein, auch wenn es möglich wäre. Im Zug nutze ich das Handy noch etwas zu viel.Die Balance hat man dann erreicht, wenn man "unwichtige" Nachrichten auch am nächsten Morgen antworten kann.Ich hatte natürlich 37 Jahre Zeit mich zu optimieren. Da gab es sicher auch mal Zeiten, wo ich etwas stärker ein Medium oder Kommunikationskanäle genutzt hatte. Man lernt mit der Zeit dazu und auch ich musste einiges lernen und erfahren.
BentoBox vor 3 Jahren
#3
Um mal kurz deine Fragen zu beantworten:Grundsätzlich sehe ich Globalisierung langfristig als etwas positives. Die Menschheitsfamilie überwindet ihre geographischen, wirtschaftlichen und kulturellen Barrieren durch globale Kommunikation, Mobilität und Englisch als Weltsprache. Man wächst zusammen und profitiert voneinander. Das bedeutet nicht, dass es nicht auch problematische Aspekte mit Konfliktpotenzial gibt, die sich nicht trivial für alle zufriedenstellend lösen lassen.Ich informiere mich fast ausschließlich im Internet. IdR regelmäßig oder nach Bedarf. Es ist aber auch wichtig, Prioritäten zu setzen und sich digitale Auszeiten zu gönnen. Information sollte nicht blind konsumiert werden, sondern zielgerichtet um sich ein Bild zu machen das einem in der kurz- und langfristigen Entscheidungsfindung hilft.

Auch wenn es heutzutage viel mehr Zensurbestrebungen gibt als noch vor wenigen Jahrzehnten (was mir große Sorgen bereitet), so gibt es in meinen Augen trotzdem ein Höchstmaß an unterschiedlichen Nachrichtenquellen um sich unabhängig informieren zu können.Ich bin beruflich erreichbar während der Arbeitszeiten sowie während des bezahlten Pikett-Dienstes. Privat bin ich grundsätzlich nur nach "best effort" erreichbar, außer zu Zeiten und für Menschen, die eine Erreichbarkeit in bestimmten Fällen erwarten können (z.B. wenn man sich verabredet hat, oder um die Haustür öffnen zu können,..). Wenn ich beschäftigt bin - und dazu zählt auch einfach meine Ruhe haben zu wollen - dann gehe ich auch nicht ans Telefon oder an die Türklingel wenn es nicht vorgängig terminlich vereinbart wurde.Ich muss aber auch sagen, dass das Internet, auch dank WWW, sich mittlerweile seit fast 30 Jahren als Massenmedium etabliert hat. Wir blicken auch auf über 20 Jahre Messenger (ICQ, MSN, AIM) und mobiles Internet (via HSCSD oder GPRS Handy + PDA oder Laptop) zurück, und natürlich auch auf SMS und E-Mail mit denen man mobil kommuniziert hat. Ich bin also nicht alt genug um als Erwachsener eine Zeit zu kennen, in der das noch anders war, mit Briefen und so. Dementsprechend gabs natürlich auch Communities die speziell zum Flirten und Kennenlernen da waren, oder auf denen halt auch geflirtet wurde (Metropolis, U-Boot, Giga etc.).Fernbeziehungen hatte ich 2 (von 3). In Deutschland ist es üblicher, weil das Land einfach groß ist, und die Wahrscheinlichkeit somit groß, dass man nicht geographisch ausreichend nahe zusammenwohnt, um sich unter der Woche sehen könnte. Es hat Vor- und Nachteile und darüber lassen sich stundenlange Vorträge finden. Momentan sehe ich allerdings keinen Grund, eine Beziehung zu führen.Mein Handy ist meistens in meiner Nähe. IdR auf lautlos ohne Vibration. Mich persönlich lenkt es eigentlich nicht ab. Ich finde es viel weniger aufdringlich, als wenn man z.B. in einem Großraumbüro sitzt und die Leute aktiv ignorieren muss, die versuchen mündlich mit einem zu kommunizieren, während man konzentriert einer Aufgabe nachgeht. Auch in der Öffentlichkeit draußen passiert es manchmal, dass Leute einen anquatschen und Aufmerksamkeit wollen.

Wenn ich mir eine digitale Auszeit gönne, ist es auch aus oder im Flugmodus, sodass keine Nachrichten eingehen.Ich sehe es auch als wichtig für das eigene Wohlbefinden, eine Balance zu finden zwischen Kommunikationsaufwand, Erreichbarkeit und Entspannung. Ich habe da aktiv ein Auge drauf und denke dass ich meist eine gute Balance für mich finde - Corona und das damit verbundene Home Office machen es jedoch momentan sehr einfach.
Elsurion vor 3 Jahren
#4
Als einer der den Aufbau des Internets noch erlebt hat muss ich auch meinen Senf dazu geben.Ich war noch nie einfach erreichbar, weil man erreichbar zu sein hat. Meine erreichbarkeits Infrastruktur ist an definierten Plätzen und die wird in unregelmässigen Intervallen geprüft.Der komplette Übergang von gedruckten Zeitungen zu eZeitung ist während Corona passiert. Da musste ich den Verlag wechseln und den neuen gibt es nur elektronisch. Sonstige Newsletter verfolge ich nicht, landen meistens irgendwo im Mail und dann im Papierkorb.Im Netzwerk konnte man sich seit den 60ern Unterhalten, das ist nichts neues. Vor Internetz (WWW) waren es die BBS Systeme mit den angeschlossenen Boards, speziellen Netzwerken wie fidoNet oder für die mit "flat" Lines schon damals die Internet Newsgroups. Also AOL,CompuServ und MSN lasse ich mal weg, die nahmen zu den horrenden Telefonkosten auch noch Geld für die Onlinezeit, auch wenn das mit den Kaffeeuntersetzer jeweils etwas gemindert werden konnte.

Die wurde dann abgelöst im Internetz durch ICQ und andere Messengers.

Die Zeit, die du vermutlich meinst, sind die 70er & 80er. Schon in den 90ern wurde der Computer mit Netzwerkanschluss zum HaushaltsgegenstandUnd ich würde mal behaupten, jeder hat/hatte schon eine Fernbeziehung. Vor allem in unserer Interessenwelt ist der nahe Partner eher spärlich gesät.
Ayumi vor 3 Jahren
#8
> @AnimeJoshi Zusammenfassend widerspreche ich dir in diesem Punkt grundsätzlich nicht. Ich glaube aber, dass es trotz allem vielerlei Liebesgeschichten auf diesem Planeten gibt, welche eine "oldschool"-Story erzählen. Also sich in ihrer Heimatstadt, vielleicht in einer Bar oder auf einer Party, kennengelernt und verliebt haben. Ob nun alle eine Fernbeziehung
Also ich stimme dem zu mit fernbeziehung,auch ich hatte eine. Allerdings obwohl damals mehr als die hälfte meiner freunde übers inet kennenlernte und sich in deutschland befanden.Habe ich wie du sagtest meine damalige fernbeziehung weder übers inet noch über den freundeskreis kennengelernt,sondern als ich alleine auf einem festival in deutschland gingXD

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