Skip to Loafer

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4.0 / 5.0
Fortschritt
0 / 12 Episoden
Drama
vor 3 Jahren CaitSith
#1
Pastellfarben scheinen irgendwie ein gutes Indiz für sehenswerte Serien zu sein. Auf jeden Fall sticht eine solche Palette jeweils sofort hervor, wenn man durch eine Cover-Galerie der saisonalen Neuzugänge (aka cesspool of doom and despair) stöbert. Als ich dann noch Tomoyo Kurosawa in der Hauptrolle erspähte, blieb mir keine Wahl, als meinen One Piece Binge zu unterbrechen und dieser Serie unverzüglich eine Chance zu geben :DMeine Intuition hat sich so weit ausbezahlt: Ist in der Tat eine super niedliche SoL-Serie, welche es versteht, den Humor in peinlichen Situationen zu finden, ohne dabei das Mitgefühl für die Charaktere zu verlieren. Auch Kurosawa ist absolut perfekt gecastet als Protagonistin Mitsumi Iwakura—ein ebenso liebenswertes und ambitioniertes wie chaotisches Bündel, welches mich glatt an (early) Phos aus Houseki no Kuni erinnert (eine von Kurosawas Glanzrollen!!) Zudem ist eine positiv dargestellte trans Figur in der Form von Iwakuras Tante Nao ebenfalls ein willkommenes Gegenmittel in einer zunehmend von reaktionären Demagogen geprägten politischen Landschaft. Falls Nao noch etwas mehr in den Fokus gerückt werden sollte, wäre die Serie also schon mal ein guter Kandidat für meine LGBTQ+ Themenliste!
vor 3 Jahren zaeuer
#2
Quirky girl done right!

Sehr gut konstruierte slice of life Serie. Der Kontrast zwischen dem smarten small (small small) town girl Mitsumi und dem charismatischen Sosuke ist genauso passend wie interessant. Die beiden bilden infolgedessen eine gute Charakter Dynamik. Die vermittelte Message ‘bleib Dir treu, authentisch und vergiss deine Wurzeln nicht’ ist zeitlos und wird im Anime mit verschiedenen Charakteren verschieden vermittelt; Mitsumi macht den aktiven Part, ist sich selbst (was auch sonst) und wird genau wegen ihrer Authentizität gemocht, im Unterschied zu Mika, welche die Message reziprok vermittelt, weil sie ‘versucht’ sich zu verstellen, was (you guessed it) eher unsympathisch auf ihre Kameraden wirkt. Dann noch Nao, welche eine wichtige Supportrolle für Mitsumi im Anime einnimmt, trotz eigener Probleme, die sie aber bis jetzt vor Mitsumi kaschiert, der Zuschauer aber mitbekommt i.e in der gemeinsamen Szene im Zug. Neben all dem glänzt die Serie mit kreativen Witzen und schlägt Profit aus den verschiedenen Charaktertypen. In der zweiten Folge hat mich die Resolution der Karaoke Szene sehr unerwartet getroffen und ich musste laut lachen. Die Kombination der Animation, der Reaktionen der Kameraden, des straight face von Mitsumi und des hilarious Song waren zuuuu gut. ^^

> @CaitSith Zudem ist eine positiv dargestellte trans Figur in der Form von Iwakuras Tante Nao ebenfalls ein willkommenes Gegenmittel in einer zunehmend von reaktionären Demagogen geprägten politischen Landschaft.
Mir gefällt der Charakter Nao auch sehr und es fühlt sich nicht forciert an. Der Autor hat sie gut geschrieben. Auch würde ich Dir zustimmen beim Statement "reaktionären Demagogen geprägten politischen Landschaft" sehe aber den Zusammenhang nicht wirklich, ausser dass diese Demagogen Leute wie Nao angreifen und darum gut repräsentiert werden sollten/müssen? Aber das nur am Rande. Falls Ihr noch ein Platz habt auf Eurer Watchlist (wenn nicht ->ersetze beliebigen Isekai), dann kann ich "Skip to Loafer" SEHR empfehlen!
vor 3 Jahren CaitSith
#3
@zaeuer Ah, ich glaube, ich sehe das Missverständnis; war in der Tat nicht gut formuliert von mir. Wenn ich hier von "Gegenmittel" rede, meine ich natürlich nicht, dass positive mediale Repräsentation ein besonders wirksames Mittel zur Bekämpfung von politischer Demagogie darstellt; ich beziehe mich dabei auf die positiven Auswirkungen auf meine eigene (sagen wir mal) seelische Gesundheit. Wenn ich mir nämlich täglich den eskalierenden Hass gegenüber LGBTQ-Personen etwa in den USA mitansehen muss (eine meiner besten Freunde ist eine in Texas ansässige trans Person), läuft es mir nur noch kalt über den Rücken. Da ist es eben eine willkommene Abwechslung, daran erinnert zu werden, dass es auch Stimmen gibt, die uns nicht dämonisieren und ausrotten wollen. Trost, Freude, Zuspruch und Inspiration—hier kann die Kunst auf persönlicher Ebene viel leisten. Hingegen habe ich sehr gemischte Gefühle bezüglich der Effektivität von Kunst/Medien als breiteres politisches Instrument—ein Thema, das mir am Herzen liegt und worüber ich lange plaudern könnte, den Rahmen dieses Threads jedoch definitiv sprengen würde…Auf jeden Fall schöner Beitrag zu dieser Serie—meine Reaktion auf die Karaoke-Szene ist ähnlich ausgefallen! xD

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