vor 6 Jahren
tikey
#1
Auf Twitter habe ich dies versucht mit einer Person zu diskutieren, doch bin ich nicht weitergekommen. Es ging um Platzierung von Produkten/Marken in Animes. Was haltet ihr davon, wenn Animes möglichst realitätsnah Umgebungen und Szenarien wiedergeben?Ich für meinen Teil liebe es, wenn man in Animes einzelne Straßenecken von Tokyo wiedererkennt und innert einer Sekunde wei#, wo man sich befindet. Dies geht meiner Meinung nur, wenn man die Geschäfte/Werbung vor Ort erkennt. In solch einem Fall ist die Freude am Gesehenem besonders gross. Und genau das ist einer dee Gründe, weshalb mit Your Name und Weathering For You so gut gefallen.WS meint ihr dazu?
(editiert vor 6 Jahren)
vor 6 Jahren
Ataru
#2
Geht es jetzt um die Platzierung von Produkten/Marken (= Schleichwerbung?), oder darum, dass Animes in echten Umgebungen spielen, wofür im Vorfeld vor Ort Informationen gesammelt und Fotos geschossen wurden? ( = location hunting)? Beides ist ja nicht Dasselbe.Das Letztere finde ich in Animes und Mangas immer sehr interessant; vor allem dann, wenn man selber Orte wiedererkennt, weil man sie bereits früher einmal besucht hat oder sogar dort gelebt hat. So ist mir bei der TV-Serie Magical Girl raising project bald einmal aufgefallen, dass sie in einer Stadt in der Präfektur Niigata spielt. Ich habe sogleich Gebäude und Strassenecken erkannt und freute mich riesig darauf, weil die Stadt doch eher unbekannt ist. In einer alten OAV namens Desert Rose wird "Interlaken" erwähnt und ein Bild vom Thuner- und Brienzersee gezeigt; ich konnte es kaum glauben, als ich das gesehen hatte. Und wenn wir schon bei Animes sind, die in der Schweiz spielen: Heidi war der allererste Anime, für den im Vorfeld Location Hunting betrieben wurde.Schleichwerbung oder normales Product Placement finde ich nicht so toll. Heute ist es üblich geworden, und gerade Grossproduktionen wie die neuesten Filme von Makoto Shinkai können nur mit der Hilfe von Sponsoren realisiert werden; das verstehe ich. Manchmal wünsche ich mir jedoch die Zeiten zurück, wo in Animes ein Coca-Cola einfach "Cora" hiess, oder dergleichen falsche Werbenamen. Das hatte seinen eigenen Charme.
(editiert vor 6 Jahren)
vor 6 Jahren
tikey
#3
Ich finde, dass man dies nicht einfach so unterscheiden kann. Wie will man Shinjuku oder Shibuya möglichst original getreu darstellen, wenn man jeden Laden und jeden Getränkeautomat mit "Fake"-Marken ausstattet? Wenn man in Anime eine real existierende Location darstellen möchte und dabei darauf achtet, dass möglichst jedes Blatt und jeder Nordstein am exakten Platz ist, dann sollte man auch Marken so repräsentieren, wie sie dort existieren. Allles andere wäre falsch und würde mit fiktiver Marken absurd wirken.Charme hin und her. Wie wissen alle, welche Marke damit gemeint ist. Eine Verschleierung ist unnötig und bringt nicht mehr als ein Schmunzeln... Ich meine, was soll das bitte anderes aussagen als die bekannte Burger-Kette? Es stellt lediglicht die Ernsthaftigkeit der Szene und damit des gesamten Anime in Frage.http://www.animemaru.com/wp-content/uploads/2016/04/ItsFromWatamoteYouPlebs-640x456.png
vor 6 Jahren
Ataru
#4
@tikeyDa bin ich jetzt andere Meinung. Man braucht nicht Marken exakt so zu repräsentieren, wie sie sind, um einen bestimmten Ort zu erkennen. Animes haben das Jahrzehnte lang so gemacht, siehe zum Beispiel das Stadtviertel Shinjuku mit Kabuki-cho in City Hunter, und die wenigsten hat es gekümmert, wenn offensichtlich falsche Produktenamen verwendet wurden. Marken so zu repräsentieren, wie sie in der Realität auch sind, ist ein relativ neuer Trend in Animes. Ich glaube der erste Anime, der offiziell Werbung für einen Sponsor gemacht hatte, war Code Geass mit der Platzierung von Pizza-Hut Werbung. Heute mag es komisch wirken, wenn Animes noch solche Verschleierungen machen wie das von dir gezeigte Beispiel, aber früher war das wie gesagt ganz normal, oder es wurde komplett auf Werbung verzichtet.
(editiert vor 6 Jahren)
Du musst eingeloggt sein, um antworten zu können.
Login