Es liegt mir etwas auf den Herzen

Zody vor 4 Jahren
#1
Habt ihr etwas in euren Herzen und möchte gerne mit uns teilen?

Ein Problem, den du nicht weisst, wie lösen und sucht Ratschläge?

Dann bist du hier richtig. Wir haben so viele Mitglieder hier und viel Lebenserfahrungen. Vielleicht kann einer oder andere dir behilflich sein.Ich fange schon mal an. Es ist etwas, was mir seit einigen Wochen am Herzen liegt.

Ich habe lange überlegt, ob ich das mit euch teile. Es ist riskant für mich, weil ich nicht weiss, was ihr dann über mich denkt.Wie ihr bereits wisst, benutze ich seit einen halben Jahr (wieder) meinen Rollstuhl wegen die plötzlichen Schmerzen an mein rechtes Bein.

In den letzten Wochen verschwinden langsam die Schmerzen und tauchen meistens an einer blöden Tag wieder auf, wie z.B. letzten Samstag (Ich wurde zu einer Geburtstagsparty eingeladen und die Schmerzen kamen am Morgen früh). Und am Sonntag ist wieder schmerzfrei.Es tönt unglaublich, auch für mich, aber es ist die Wahrheit. In Facebook reden schon bereits Leute über mich und einige meinen sogar, dass ich simuliere.

Aber ich ignoriere sie einfach.Ich denke, bald werden die Schmerzen verschwinden. Vor allem dann, wenn das Wetter nicht mehr so wechselhaft ist und schön warm bleibt.

Ist ja eine positive Sache. Eigentlich muss ich mich freuen, dass mein Bein wieder besser geht und ich wieder normal laufen kann. Aber ich habe hier psychisch ein Problem.Ich benutze meinen neuen Rollstuhl seit einen halben Jahr und ich muss sagen, ich habe eine Verbindung mit das Gefährt aufgebaut. Ähnlich wie die Verbindung zu meiner Brille und die Augenklappe. Es ist fast wie ein Teil von mir.

Und wenn ich denke, bald kann ich wieder schmerzfrei gehen und ich dann den Rollstuhl nicht mehr benutzen muss, schmerzt mich etwas.

Nein. Es sollte heissen "Bald kann ich schmerzfrei zu Fuss gehen und ich DARF den Rollstuhl nicht mehr benutzen."

Wenn ich jetzt schon von einigen Leuten als Simulant abstempelt bin, wie würde dann aussehen, wenn ich wirklich den Rollstuhl benutze, obwohl ich gesundheitlich nicht benötige?Jeder Abschied ist schwer und das seltsame für Aussenseiter ist, es ist schmerzhaft für mich eine Gehhilfe, also ein Gegenstand zu verabschieden.

Es gibt Zig-tausende Menschen, die froh sind, wieder selber laufen zu können und den Rollstuhl am besten nie mehr benutzen. Aber ich vermisse dieses rollen bereits jetzt schon, da ich in den letzten Wochen nur kurz benutzt habe und ich möglichst viel zu Fuss gehe.Ich habe nach recherchiert, ob ich nicht BIID (Body Integrity Identity Disorder) habe. Aber nein. Ich habe dieses Krankheitsbild nicht. Ich habe nicht das Gefühl, dass ich nicht komplett bin. Ich habe nicht das Gefühl, dass mein Bein nicht zu mir gehört oder was ähnliches.

An meinen Körper stört mich nur eines. Ich bin leider nicht mit einen weiblichen Körper geboren.Am Liebsten benutze ich meinen Rollstuhl weiter, obwohl ich schmerzfrei bin. Man weiss nie, wann die Schmerzen wieder auftauchen. Es könnte wirklich von eine Sekunde auf den anderen mein Bein anfangen zu Schmerzen, als würde ein Messer in meinen Bein reinrammen.

Aber als gesunde Person einen Rollstuhl zu benutzen ist "falsch" oder? Falsch für unsere Gesellschaft. Viele hier und auch draussen würden sowas gar nicht akzeptieren und glauben, ich möchte nur Mitleid anderer Leute ernten.Anders als meine Augenklappe, die ich sehr wahrscheinlich auch weiterhin trage, obwohl ich nicht mehr benötige, kann ich als Schmuck betrachten. So wie z.B. Steampunk Mode.

Aber ein Rollstuhl kann ich nicht als Schmuck ansehen.Aber was viele nicht wissen. Rollstuhlfahren ist nicht so einfach und baut am Schulter Muskeln auf. Ich kann mein Rollstuhl als Fitnessgerät ansehen. Aber die Idiotengesellschaft?Momentan ist es noch nicht soweit, dass ich meine Augenklappe und meinen Rollstuhl verzichten kann. Ich mache jetzt schon Gedanken.
Ryzu vor 4 Jahren
#2
Ich mach jetzt schon mal weiter:

Viele hier kennen movh nicht und ich habe eigentlich nen anderen namen (Akumaisu), dennoch will ich auch was teilen das mir auf dem Herzen liegt.Mein Vater und Ich haben nicht die beste Vater-Sohn Beziehung da meine Eltern Geschieden sind und ich ihn für 9 Jahre nur zwei mal im Jahr sah (Geburtstsg sowie auch vor Weihnachten) Ich hatte immer diesen Struggle ihn zu respektieren da er mich sehr selten anschrieb, er nie was spezielles machen wollte an den Tagen die ich mich traff mit ihm und dass er früher immer über andere Leute neugieriger war als was ich so betrieb.Das gab mir einen Grund mich nicht mit ihm zu verstehen und nichts mit ihm zu tun zu haben. Vor allem beschloss ich dass als meine Mutter im Auto am Weinen war weil sie zugegeben hat dass die zeit mit Meinem Vater sehr Schmerzhaft war. Als Sohn tat mir das sehr weh die Person die man sehr respektiert Leiden zu sehen.Seit anfang der Pandemie hat er angefangen die Beziehung zwischen Vater und Sohn zu stärken, aber hier war das Problem: Ich war die Person die es zum einem Akzeptierte und auch nicht. Ich habe die ganze Zeit meinen Vater Blamiert für den Grund dass wir nicht eine gute Beziehung haben. Ich bemerkte das Problem nicht bis Dienstag. Ich sass in der Schule und merkte durch einen vorfall bei einem Freund, dass Ich die Person bin, die alles vermeidet und schlimmer machte und sich keine mühe gab. Ich bemerkte schnell das in wirklichkeit ich alleine daran Schuld war dass die Beziehung zwischen meinen Vater und Ich nicht gut war während dessen mein Vater angefangen hat sein bestes zu geben. Ich habe seit dem ein schlimmes gefühl da es viel früher zu einer guten beziehung hätte werden können als erst in ein paar Jahre. Ich will damit sagen dass die Leute die eine chance haben eine beziehung besser zu machen sie auch nutzen sollte und nicht mehrere Jahre zu warten bis es zu spät ist oder zu viel Zeit verschwendet habt.Ich weiss das ist etwas sehr persönliches gewesen aber es lag mir seit gestern auf dem Herzen und liess mich die ganze zeit denken.
Nekomana vor 4 Jahren
#3
Ich finde es schön, dass deine Beziehung zu deinem Vater solch eine Wendung nahm Und wünsche dir dabei alles Gute!!
Ryzu vor 4 Jahren
#4
@Nekomana danke und Ich werde darauf achten dass es besser wird
Elsurion vor 4 Jahren
#5
@Ryzu Warte einfach nicht mit dem klären, denn wenn er nicht mehr da ist ist es zu spät.

Und es kann sehr schnell (oder langsam bei einer Krankheit) gehen und er ist nicht mehr da...Alles schon selbst erlebt.
trashpanda vor 4 Jahren
#6
@Ryzu Tbh, ich kann dich ein wenig verstehen. Ich habe das "Problem" auch mit meinem Vater. Und ich denke, dass es auch ein wenig an mir liegt. Aber mein Vater hat bis jetzt nicht versucht, das Verhältnis zu bessern und generell versucht er nicht wirklich, mich irgendwie zu verstehen. Und wenn ich bei ihm bin, machen wir nie was. Und er besucht mich auch nie, aber heult rum wenn ich 3 Monate lang nicht bei ihm war. Es ist kompliziert, aber in so einer Situation habe ich auch keine Lust, das Verhältnis zwischen uns zu verbessern.

Aber ich wünsche dir und deinem Vater viel Erfolg eure Beziehung zu verbessern. Ich hoffe du hast Erfolg! Es wird aber sicher anfangs nicht leicht sein, nur nicht aufgeben.
Ryzu vor 4 Jahren
#7
@Elsurion tut mir leid das zu hören und ich sagte mir selber sobald ich ihn wieder sehe, mich dafür zu entschuldigen und damit anzufangen es wirklich durchzuziehen um die beziehung zu bessern.
Hiroki vor 4 Jahren
#8
> @Zody Es tönt unglaublich, auch für mich, aber es ist die Wahrheit. In Facebook reden schon bereits Leute über mich und einige meinen sogar, dass ich simuliere.
Sowas finde ich Unterste Schublade, zu behaubten ohne zu Wissen, ich möchte nicht im Rollstuhl landen, für meine Arbeit wäre es auch sehr Schwierig.Auch ich habe was auf dem Herzen was ich schon sehr lange mit mir herum trage:

Ich habe weder Freunde, noch eine Freundin und lebe schon sehr lange alleine (u.a da ich nicht gerne Aufräume und meine Ruhe habe), Alle Freunde sind mir entweder Davon gelaufen oder sie haben mich ob kurz oder lang, verraten.

Meine Interessen sind, sagen wir bescheiden, ich bin ein Otaku, liebe und lebe für mein Hobby, insbesondere investier ich viel in Anime, ich reise gerne aber nur per Bahn, geflogen bin ich nie...., mit Fussball kann ich nur so viel anfangen, das ich es Sterbenslangweilig finde (wenn überhaupt Eishockey), Mein Auto fährt mit Strom auch da gibt es nicht viel Gesprächsthema.

Letztes Jahr war ich auf dem Little Akiba 1.August Fest, aber ich empfand es als Unangenehm, nicht das die Leute dort Unsympatisch waren im Gegenteil, aber über was reden ? Stundenlang nur über Anime ?

Wenn ich mal leute kennenlerne, habe ich da leider die Erfahrung gemacht, wenn ich mich nicht selbst melde, hat keiner Interesse an mir auch das Interesse gross mich zu bemühen.
dark_columbia vor 4 Jahren (editiert vor 4 Jahren)
#9
@Zody Ich denke, es ist normal, dass du dich nur schwer von deinem Rollstuhl trennen willst, grade wenn deine Schmerzen so unberechenbar sind. Sicherheit ist nunmal ein Grundbedürfnis des Menschen.@Ryzu Schön zu hören, dass da was in eine positive Richtung geht. Ich selber habe seit Ewigkeiten keinen Kontakt mehr zu meinem Vater (zuletzt vor 7 Jahren an unserer Hochzeit), aber ich vermisse da auch nichts. Viel Erfolg jedenfalls beim "Wiederaufbau"!@trashpanda Lustigerweise war's beim einem Vater genau anders rum. Ich bin ja schon ein unternehmungslustiger Mensch, aber mein Vater hat mich, wenn ich bei ihm war (ein Wochenende pro Monat) immer von einem Treffen mit seinen Kumpels zum andern geschleppt, ab und zu waren auch Geschäftstermine dabei. Das waren mir viel zu viele "fremde" Leute und es kam mir vor, als hätte er nie Zeit nur für mich gehabt (faktisch war's wahrscheinlich nicht so, aber ich hab's so in Erinnnerung). Ich bin froh, heult meiner nicht rum, sondern lässt mich einfach in Ruhe XD@Hiroki Ich bin beeindruckt von deinem Mut zur Offenheit.

Das "keine Freunde"-Problem kenn ich von früher. Leute zu finden, die Interesse zeigen und Zeit haben, ist nicht immer einfach. Und selbst wenn man sie findet, kann es oft sein, dass sie sich von sich aus nicht so oft melden. Ist glaub ich auch eine Typen-Sache. Gibt Leute, die ergreifen gern die Initiative, wenn es darum geht, jemanden zu treffen oder etwas zu unternehmen und andere muss man immer bisschen schubsen (grade in der Otaku-Szene sind die wohl recht verbreitet). Meine Erfahrung ist, dass sie es meistens nicht böse meinen und öfters dann auch bereit sind, Zeit zusammen zu verbringen, wenn ich sie frage. Ich habe aber auch Leute in meinem Umfeld (hauptsächlich das kirchliche Umfeld), da weiss ich, die interessieren sich nur beschränkt für mich und die muss ich gar nicht mehr erst einladen, weil auf meinen Treffen eh nur "spezielle Leute sind, mit denen sie nix anfangen können" und "Effi eh eine halbe Weltreise ist". Dazu haben die meisten noch Kinder und drum eh keine Zeit XD

Dass mit den Interessen, die nicht in die Gesellschaft passen, kenn ich auch - Fussball, Autos, Markenkleidung, die heutige Musik, all das interessiert mich nicht. Aber das schöne ist, es gibt Leute mit denselben Interessen und in unserer Zeit ist es auch gar nicht so schwer, sie zu finden

Was das reden angeht, empfang ich das am Anfang auch schwierig. Aber je mehr Leute du kennenlernst und je mehr Erlebnisse du machst, desto diverser werden deine Gesprächsthemen. Wenn du Bahn fahren magst, kannst du ja auch darüber reden, da gibt's doch bestimmt viel zu erzählen. Und auch dein Gesprächspartner wird hoffentlich was von seinen Interessen zu erzähen haben, vielleicht lernst du da noch was neues kennen, das dich interessieren könnte. Und wenn's dich nicht ineressiert, versuch halt, nicht komplett abzuschlaten. Denn du erwartest ja auch Interesse vom anderen an dir, drum sollte das beidseitig sein. Ansonten: Man muss ja nicht immer reden In vielen Kulturen ist auch mal schweigen voll okay. Alternativ auch einfach was zusammen tun, im Falle der Party zB zusammen kochen, grillieren, Tisch decken oder ein Spiel spielen.
Hiroki vor 3 Jahren (editiert vor 3 Jahren)
#10
@dark_columbia Wenn das nur so einfach wäre.
> @dark_columbia Wenn du Bahn fahren magst, kannst du ja auch darüber reden,
Mag sein, aber es ist halt in erster Linie das Landschaft betrachten und auf achse sein.

Letztes Jahr war ich endlich seit sehr langer Zeit mal wieder weg, ich war Unterwegs nach Tromso, ganz weit oben in Norwegen, alleine für die Hinreise habe ich ungefähr 2 1/2 Tage gebraucht, mir macht das Spass, aber für die Meisten eher zu Mühsam, kann ja Fliegen, ich denke das ist eher noch etwas für die "Jungen Leute",
> @dark_columbia Und wenn's dich nicht interessiert, versuch halt, nicht komplett abzuschlaten.
Ich komme mir dann immer so überflüssig vor, denn meist hocke ich zuhause alleine und Zocke oder Verfolge die Aktuelle Anime Season.

Und möchte auch wenn man an einem Anime Treff ist, nicht immer mit ein und demselben Thema Langweilen.
> @dark_columbia Alternativ auch einfach was zusammen tun, im Falle der Party zB
Das habe ich früher öfters gemacht, im sinne von Anime Abenden, ich habe was Feines gekocht und wir haben am Tisch gesessen und gequatscht, aber es haben sich immer weniger leute dafür Interessiert, dann habe ich es Aufgegeben schon vor der Pandemie u.a auch hier.
> @dark_columbia Aber je mehr Leute du kennenlernst und je mehr Erlebnisse du machst, desto diverser werden deine Gesprächsthemen.
Ich hatte seit der Primarschule primär je einen BF, aber 2 davon haben mich am Ende Verraten, der 3te mit dem ich dachte endlich einen BF fürs Leben gefunden zu haben, hat sich nun auch schon vor 5 Jahren von mir abgewandt mit dem Worten er hätte immer wieder versucht mich einzubringen aber ich mich verschloss, aber seine Freunde die er mir Vorstellte, waren zwar nett, aber ich hatte rein gar nichts gemeinsam, ich kann mit Disco nichts Anfangen, ich höre lieber Pop oder u.a J-Pop.Über die Jahre bin ich einfach sehr Vorsichtig geworden, ich bin einfach oft Deprimiert, aber wie schon erwähnt am Ende blieb mir zum Glück noch mein Hobby, Anime.
dark_columbia vor 3 Jahren (editiert vor 3 Jahren)
#11
@Hiroki
> @Hiroki Mag sein, aber es ist halt in erster Linie das Landschaft betrachten und auf achse sein.

> Letztes Jahr war ich endlich seit sehr langer Zeit mal wieder weg, ich war Unterwegs nach Tromso, ganz weit oben in Norwegen, alleine für die Hinreise habe ich ungefähr 2 1/2 Tage gebraucht, mir macht das Spass, aber für die Meisten eher zu Mühsam, kann ja Fliegen, ich denke das ist eher noch etwas für die "Jungen Leute",
Das ist doch okay. Ich hab auch Interessen, die der Grossteil der Leute nicht nachvollziehen kann. Ich räume zB gern auf, das finden viele Leute wirklich seltsam. Du musst ja nicht stundenlang drüber reden, aber ein bisschen erzählen tut doch niemandem weh.
> @Hiroki denn meist hocke ich zuhause alleine und Zocke oder Verfolge die Aktuelle Anime Season.
Gibt doch genug Leute, deren Freizeitinhalt auch das ist. Viele Gamer gamen auch einfach gern zusammen, ohne sich gross auszutauschen. Wie schon mal im Chat erwähnt: Mein Mann redet mit seinem besten Freund über fast nichts anderes als über Games aller Art, die sie gerne spielen (sei es an Konsole, PC, Pen and Paper oder Tabletop). Die können sich zT ewig nur über die Inhalte dieser Franchises unterhalten oder halt eben stundenlang gamen. Aber wenn es mal was wichtiges zu erzählen gäbe, wie Hochzeit, Umzug, neuer Job etc. kommt das kaum zur Sprache XD Ich versteh's nicht ganz, aber es scheint zu funktionieren.
> @Hiroki ber es haben sich immer weniger leute dafür Interessiert, dann habe ich es Aufgegeben schon vor der Pandemie u.a auch hier.
Wie schon gesagt, man darf da nicht so schnell aufgeben. 1. lesen hier auch nicht hunderte Leute mit (viele Leute finden Foren veraltet und treiben sich woanders rum). Mir ist es halt wichtig, dass mich der "ausgeschriebene" Anime mich wirklich interessiert/anspricht, sonst möchte ich die Zeit halt nicht aufwenden (da geh ich lieber ne Runde Zug fahren mit dir - apropos: ich würde gern mal wieder Gleis würfeln). Weiterhin darf's nicht zu kurzfristig sein, da ich meist auf 1-2 Monate hin verplant bin. Wenn diese beiden Punkte stimmen, würde ich gerne an ein Watching kommen.

Ich hab übrigens auch schon einige Male Watchings zu veranstalten versucht und es hat's keinen interessiert. Das hat mich aber nicht davon abgehalten, es wieder zu versuchen
> @Hiroki ch hatte seit der Primarschule primär je einen BF, aber 2 davon haben mich am Ende Verraten, der 3te mit dem ich dachte endlich einen BF fürs Leben gefunden zu haben, hat sich nun auch schon vor 5 Jahren von mir abgewandt
Auch das kenn ich. Ich wurde schon... rechne... dreimal von meinem besten Freund "verlassen". Der erste glaubte aus irgendeinem Grund, ich hätte Lügen über ihn erzählt, was ich nie getan habe. Die zweite hatte psychische Probleme, fühlte sich angegriffen und verliess unsere WG mit den Worten "wie kann man sich nur so in einem Menschen täuschen". Der dritte hat mir per Brief die Freundschaft gekündigt, weil er sich ein neues Umfeld schaffen wollte. Bei allen dreien dachte ich "das hält", besonders beim letzten, der war mein Trauzeuge. Jedes Mal war's ziemlich hart für mich. Nun hab ich aufgehört, irgendwann als "besten Freund" zu definieren und schare einfach tolle Menschen um mich, die mich mögen. so wiegt es rein psychisch etwas weniger schwer, sollte sich wieder jemand von mir abwenden. Also auch da kann ich nur sagen: Nicht aufgeben.
trashpanda vor 3 Jahren
#12
Ich weiss auch nicht wieso ich mich nie entscheiden kann. Oder ich weiss was ich will, aber ich will es mir nicht eingestehen. Ich bin nicht zufrieden in meinem jetzigen Beruf. Doch was will ich sonst machen 😅 IT, TPA oder doch lieber Tierpfleger..

IT wär vielleicht doch nicht so meins, aber es wird gut bezahlt und HO und Büro.. oder doch TPA, aber was wenn es mir doch nicht so gut gefällt, und du bist den ganzen Tag nur auf der Arbeit. Oder Tierpfleger.. aber dann verdient man nichts. "Nichts" definiert jeder anders, das ist klar. Aber ob ich mit 3750.- Brutto wirklich zufrieden wäre? Zu zweit würde es schon gehen, aber wer sagt dass meine jetzige Beziehung für immer hält.. und finanziell abhängig sein, will ich ja auch nicht.

Ich verzweifle ein bisschen, und ein bisschen nagts auch an meiner Seele.

Weiss nicht, ich hatte das Bedürfnis das los zu werden.
Zody vor 3 Jahren
#13
@trashpanda Wie es aussieht hast du eine ähnliche Situation wie ich jetzt.

Es ist wirklich so teuer in der Schweiz zu leben, dass man bei vielen Jobs kaum über die runden kommen.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass wenn man ein Beruf ausübt, das man nicht gerne macht, wird die Gesundheit leiden. 5 Jahren, oder 10 Jahren macht man schon nichts aus. Aber stell dir vor, dass du diesen Job so lange ausübt, bis du pensionierst.

Klar. Genug verdienen ist wichtig. Das ist eben das Teufelskreis. Man will ein Job ausüben, was man gerne macht, bezahlt aber oft zu wenig, dass man kaum damit leben kann. Also mit 3750.- Brutto kann ich mit meiner jetzigen Situation nicht leben. Nicht, dass ich viel Geld für unnütziges Zeug ausgebe, sondern die Standard-Rechnungen und Steuer zwingen mich dazu, so viele Ausgaben in einen Monat zu haben. Versicherungen, Handy-Rechnung etc. habe ich bereits optimiert. Und die Wohnungsmiete von 1700.- ein 4-Zi. Wohnung im Kt. Zürich ist es extrem günstig. Und ich habe nicht mal ein Auto. Monatliche Finanzberechnung sagt mir, dass ich nur durchschnittlich ca. 200Fr./Mt. für Luxus ausgebe, wenn überhaupt.Ich breche meinen Kopf seit ich wegen Burnout krankgeschrieben bin, fast täglich. Ich bin extrem unzufrieden mit meinen Job als Metallbaukonstrukteur. Ich habe vor vielen Jahren aus der Baubranche aussteigen wollen und habe den Mut nicht dazu und aus Bequemlichkeit (wegen fester Job und fester Einkommen) weiterhin die Zähne zusammengebissen und durchgegangen. Aber jetzt nach so vielen Jahren kommt es mir zu einen Punkt, dass es nix mehr geht.

Am Liebsten kehre ich nie mehr in dieser Hölle Büro zurück. Auch andere Metallbaufirmen sind nicht viel anders. Ich war bisher in 4 verschiedenen MB-Firmen gewesen, bis ich vor 15 Jahren die jetzige finde. Es war eine Zeit für mich, was nicht einfach war, weil ich kein Ort lang bleiben konnte. Die Zeit, die ich arbeitslos war vor 17 Jahren wollte ich bereits die Branche wechseln, aber die RAV unterstützt mich nicht. Sie sagten einfach "Sie müssen das suchen, was Sie gelernt haben, nicht anders." Ich als naiver Jugendliche glaubte natürlich an das, was die Erwachsenen sagten und befolgten ihre Anweisungen, was ein totaler Blödsinn war.

Meine Familie unterstützen mich nicht. Für sie heisst es nur "Du hast einen festen Job und die Firma kann dich nicht verzichten. Also dein Chef wird dich nie kündigen. Ausserdem hast du einen überdurchschnittlichen Lohn. Was willst du mehr?"Jetzt, wo ich versuche auf die IT Branche einzusteigen finde ich wieder eine Sackgasse. Eben, wegen Lohn. Sie können Quereinsteiger nicht mit den vollen Lohn zahlen. Wie kann ich jetzt meine Branche wechseln? Meine Frau kann nicht viel arbeiten wegen Kind. Die heutige Schweiz ist nicht Familienfreundlich. Noch vor 20 Jahren lachten Schweizer Amis aus, weil dort wirklich beide Eltern arbeiten müssen und zwar mehrere Jobs, damit sie über die Runden kommen. Aber in der Schweiz wird langsam aber sicher auch so werden.Wegen das habe ich Suizid-Gedanken. Ich habe mein Leben versaut, weil ich zu sehr Meinungen auf anderer hörten. Auch damals, als 15 jähriger Bursche, hatte ich gehört, dass die IT-Branche schlecht ist, nur weil die Erwachsenen (meine Eltern) damals gar nicht verstehen, dass Computertechnik unser Zukunft ist und nicht nur aus gamen besteht.

Ich war zu schwach gegen die Willen meiner Eltern und auch gegen die Willen meines Lehrers (er war auf die Seite von meinen Vater).Und jetzt bin ich 40 Jahre alt. Eine neue Lehre mit nur etwa 1000Fr./Mt. verdienen? Und die Lehre selber bezahlen, was 30'000Fr. kostet? Das dauert 2-3 Jahren. Das geht gar nicht auf.Und wenn ich jetzt kündige und zur RAV gehe, heisst es wieder, ich soll nach Metallbaukonstrukteur Jobs suchen.

Und wenn ich heute bei meinen Chef kündige, habe ich noch 3 Monate Kündigungsfrist.

Ich hoffe wirklich sehr, dass mein Psychiater mein Arztzeugnis weiterhin verlängern. Ich habe echt keine Lust mehr in dieser dreckigen Bude (Monteure laufen mit dreckigen Schuhen in unser Büro rein und werden laut, wie auf der Baustelle) und noch LGBTQ feindlichen Umgebung und musste so spielen, als würde ich die LGBTQ auch nicht mögen, sonst wirds gemobbt.Am Liebsten ein Arztzeugnis bestätigen lassen, dass ich nie mehr diesen Beruf als Metallbaukonstrukteur ausüben darf.

Dann kann die RAV auch ihre Fresse halten und mir bei der Suche in die IT-Branche unterstützen.Falls irgendwer von euch, der/die glaub, dass ich keine Ahnung habe von IT, Networking oder Programmieren, dann liegt euch falsch. Klar. Ich habe nicht so ein KnowHow wie euch. Aber ich habe wahrscheinlich schon früher mit Computertechnik (Hardware und Software) zu tun gehabt früher als die meisten von hier. Seit 1987 (5 jährig) habe ich angefangen Programmieren zu lernen, einfach aus Spass. In 1994 (12 jährig) konnte ich bereits selbst ein Computer zusammenbauen. Wir kauften Einzelteile ein, damit es günstiger ist. 1998 (16 jährig) habe ich mein erstes Spiel programmiert mit Python (Ein kurzes Zelda-like Rollenspiel). C++ ist mir auch nicht fremd. Im Jahr 2002 (20 jährig) habe ich für meine Lehrfirma ihre Firmenhomepage gebaut. 2011 (29 jährig) hatte ich ein Programm für Börsendatenanalyse mit Perl für meine Schwiegermutter für ihre Firma entwickelt, was sie bis heute noch benutzt. Jetzt lerne ich JAVA. (Gestern habe ich PHP ausprobiert und das macht wirklich Spass).

Aber was nützt mir das alles, wenn es bei einer Bewerbung nicht zählt? Ich bin dennoch kein IT-Mensch. Und musste mir manchmal anhören, von echten IT-Menschen, wie "scheisse" ihr Job ist etc. Oder sowas wie "Du wirst ein Wunder erleben, sobald du den Job kriegst!"Sowas hilft mir nichts. Sondern eher meine Unsicherheit stärken, was ich jetzt schon sehr unsicher bin, vorallem wegen finanziell. Anders als jüngere und single Leute, die einen Branchenwechsel machen will, habe ich noch einen Rucksack, den ich nicht einfach so abstellen kann (Frau, Kind, etc.)
trashpanda vor 3 Jahren
#14
@Zody Ich denke in einem IT Beruf worst du schon nicht unter 4000.- verdienen. Ja, mit Familie und Kind ist es schwer wenn man wenig verdient. Da müssen schon beide voll arbeiten.

Wieso musst du denn die Lehre selbst bezahlen? Wenn dich eine Firma als Lehrling einstellt, dann wird sie meist die Kosten für dich übernehmen. Bewirb dich doch als Lehrling. Oder als Quereinsteiger ohne Ausbildung, vielleicht nimmt dich ja jemand.

In der Bewerbung kannst du die Sachen natürlich aufzählen, die du bereits programmiert hast. Wieso nicht auch mitnehmen und zeigen? Sowas gibt sicher Pluspunkte. Und einfach weiter fleissig üben, vielleicht auch was kleines programmieren und ebenfalls mitnehmen zum Bewerbungsgespräch.Aber ich versteh dich gut und wie du dich fühlst. Ich ha e zwar kein Burnout, aber manchmal fühlt es sich schon so an, als würde es sich anbahnen. Bereits am frühen Morgen denkt man sich, lohnt es sich überhaupt aufzustehen.. wenn man an der Porte vorbei läuft, will man am liebsten gleich wieder umdrehen. 5min im Gespräch mit den Mitarbeitern und schon will man nichts mehr von ihnen hören. Man fühlt sich schlapp und angeschlagen. Ich will nicht mehr. Aber ich weiss auch nicht, was ich machen will. Ich will die richtige Entscheidung treffen, aber es gibt wie keine wirklich richtige Entscheidung..
tikey vor 3 Jahren
#15
@trashpanda Am Ende heisst es immer noch "Arbeit", weil man dafür arbeiten muss. Wenn du etwas tun willst, dass dir Spass macht, such dir ein Hobby. Sorry, klingt jetzt vielleicht etwas hart, aber was ich sagen will: Klar kannst du auch Glück haben und dein Hobby zum Beruf machen etc. Aber fast jeder, der auf Arbeit sitzt, könnte sich gerade vorstellen etwas schöneres zu machen. Egal ob du irgendwelche Texte und Tabellen abtippst, mit dummen Menschen in einer Hotline reden musst oder auf dem Bau Löcher buddelst... Dafür, dass du für jemanden etwas machst, bekommst du Geld. Mit diesem Geld kannst du dann dein Leben gestaltet und Dingen nachgehen, die dir Spass machen. Das Geld ist Mittel zum Zweck.Natürlich ist es etwas anderes, wenn du gemobbt wirst oder sonst durch die Tätigkeit krank wirst. Dann solltest du dir einen anderen Job suchen. Wenn es dich einfach nur langweilt, dann versuche Abwechslung reinzubringen, oder dich nach der Arbeit für die getane Arbeit zu belohnen. Vielleicht auch mal einen Ratgeber dazu lesen, wie man im Job glücklicher wird. Vielleicht liegt der Hund aber auch ganz woanders begraben und du bist nicht ausgelastet im Leben. 🤔
trashpanda vor 3 Jahren
#16
@tikey Ich glaub nicht, dass ich mich unterfordert fühle. Es fühlt sich eher an, wie Überforderung xD Ne, aber ehrlich. Klar heisst es "arbeit", aber es sollte einen trotzdem nicht psychisch fertig machen. Wenn man sich denkt "ich bin lieber krank, statt dass ich wieder da hin muss", dann ist es definitiv der falsche Beruf. Wenn ich mir ansehe, wie manche Leute ihren Job sogar lieben, dann mach ich wohl was falsch. Dafür muss der Beruf nicht mal dein Hobby sein oder dein Traumberuf. Manche Berufe liegen einem einfach nicht, das ist doch normal. Und manche sehen einen grossen Lohn z.b. als genug Ansporn, manche eben nicht. Wenn man aber nach der Arbeit sich so fertig fühlt um seine Hobbys nachzugehen, dann bringt dir das Geld aber auch nichts. Dann liegt man depressiv rum und lebt vom Wochenende zum Wochenende.Wir sind halt mittlerweile im 21. Jahrhundert, man hat so viele Möglichkeiten sich einen Job zu suchen, der einem liegt und vielleicht ein bisschen gefällt. Man muss nicht mehr irgendeinen Job ausüben oder den Job seiner Eltern. Nur ich tu mich da ein wenig schwer.
tikey vor 3 Jahren
#17
@trashpanda Für mich klang es jetzt nicht so, dass die Arbeit grauenhaft ist. Wenn du dich überfordert fühlst: Kannst du denn in deinem Job etwas ändern? Mit Vorgesetzten reden? Vielleicht die Stundenzahl etwas reduzieren? Oft kann man im selben Job/Firma Möglichkeiten finden für Verbesserungen, anstatt direkt "hinzuschmeissen".Dass du das grosse Glück woanders findest, ist halt eben auch nicht gesagt... zumal du nicht weisst, wo deine Reise hin soll ^^
trashpanda vor 3 Jahren
#18
@tikey Ich habe es bereits angesprochen, aber mein Chef meinte, dass er niemanden eine Teilzeitstelle anbietet. Ist wohl auch schwierig, wenn man schicht arbeitet. 😅 Ich würde schon gerne 80% arbeiten, das wäre schön. Aber ich will mir auch keine andere Arbeitsstelle suchen wenn ich weiss, dass ich nicht länger in dem Beruf bleiben will.Ja, mit dem letzten Satz hast du Recht. Deswegen will ich ja herausfinden, wo die Reise hin soll xD Aber vielleicht ist es ja auch ein Problem, dass man heutzutage zu VIELE Möglichkeiten hat.
Zody vor 3 Jahren
#19
@trashpanda "Man lebt vom Wochenende zu Wochenende." Sehr gut ausgedrückt. Seit Jahren fühle ich mich so. Ich lebe nur noch an Wochenenden. An Arbeitstagen bin ich nicht ich selbst, sondern etwas, was die Firma gehört. Wenn ich am Abend nach der Arbeit nach Hause komme, bin ich kraftlos. Will nichts machen ausser ins Bett zu legen und Clips schauen.Wer will schon freiwillig den Job aufgeben heutzutage? Jobsuche ist sowas von schwierig. Früher wars auch nicht einfacher, aber jetzt noch mit Motivationsschreiben...

An deiner Stelle (auch meiner Stelle) würde ich wirklich ein neuer Job suchen. Ich bin auch dran.

Aber die Qualifikation muss stimmen und das ärgert mich die ganze Zeit.

Anders als Schulabgänger, die können Praktikum machen und müssen gar nicht viel verdienen, weil die Meisten eh bei den Eltern leben. Aber als Familienstütze oder auch Alleinverdiener mit Miete, Versicherung, Handy, Steuer, Strom, etc... ist extrem schwierig.

Mehrere Jobs machen? Für das hat man kaum Zeit. Und es gibt Firmen, die nicht wollen, dass ihre Angestellten mehrere Jobs haben.
Elsurion vor 3 Jahren
#20
> @Zody Dann kann die RAV auch ihre Fresse halten und mir bei der Suche in die IT-Branche unterstützen.
Also, mein Kollege der Webtools für die Firma baut, der benutzt Java, PHP, JavaScript, HTML/XML, Perl und ColdFusion.

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