vor 5 Jahren
BentoBox
#1
@dark_columbia
DVDs sind auch veraltete Technologie. Bei 8.5GB ist Schluss, verglichen mit BD's 125GB Kapazität. Und seit mittlerweile knapp 20 Jahren dominiert auch die online Distribution.Die meisten Videos (also Filme, Serien, Dokus etc.) werden zuhause konsumiert und nicht im Kino. Gerade weil man draußen viel weniger unternehmen kann, steigt die Nachfrage nach Videounterhaltung und gleichzeitig haben die Menschen mehr Geld zum diese konsumieren.
Wenn man es unter diesen günstigen Bedingungen nicht schafft, bereits erzeugte Assets zu kapitalisieren, sollte man sein Geschäftsmodell überdenken.
DVDs sind auch veraltete Technologie. Bei 8.5GB ist Schluss, verglichen mit BD's 125GB Kapazität. Und seit mittlerweile knapp 20 Jahren dominiert auch die online Distribution.Die meisten Videos (also Filme, Serien, Dokus etc.) werden zuhause konsumiert und nicht im Kino. Gerade weil man draußen viel weniger unternehmen kann, steigt die Nachfrage nach Videounterhaltung und gleichzeitig haben die Menschen mehr Geld zum diese konsumieren.
Wenn man es unter diesen günstigen Bedingungen nicht schafft, bereits erzeugte Assets zu kapitalisieren, sollte man sein Geschäftsmodell überdenken.
vor 5 Jahren
Harleyquinn
#2
@BentoBox Disney hat genau das mit Mulan versucht und einen Shitstorm geerntet: Jetzt konnte man halt jahrelang für einen Fixbetrag alles schauen, da sind die meisten nicht bereit, plötzlich noch zusätzlich für einzelne Filme zu bezahlen. Im Kino zahl ich halt vorallem für das Erlebnis, auf grosser Leinwand mit ordentlichen Lautsprechern einen Film zu schauen. (Ich will Dune unbedingt im Kino sehen, nicht zu Hause). (Trolls kam auch direkt auf Stream)
Und in Hollywood ist halt die Box office immernoch die wichtigste Kennzahl für Blockbusters.
Und in Hollywood ist halt die Box office immernoch die wichtigste Kennzahl für Blockbusters.
vor 5 Jahren
Ataru
#3
Es gab dieses Jahr keinen Film, den ich wirklich gut fand. Tenet hab mich einigermassen unterhalten und auch zum Grübeln gebracht, aber verglichen mit Nolans älteren Filmen wie Memento oder Inception fand ich ihn nur mittelmässig.@dark_columbiaDVDs werden immer noch gekauft; mehr, als dass man es vermuten würde.@BentoBox
"Und seit mittlerweile knapp 20 Jahren dominiert auch die online Distribution."Vor knapp zwanzig Jahren begannen Raubkopien von Filmen im grösseren Stil zu zirkulieren, die eine sehr kleine Auflösung hatten und nur technikaffine Computernutzer wussten, wo man diese genau holen konnte. Die grosse Mehrheit war gerade in der Transition von der VHS zur DVD. Das Dominieren von Online-Angeboten (legal & illegal) begann erst in den letzten 10 Jahren.
"Und seit mittlerweile knapp 20 Jahren dominiert auch die online Distribution."Vor knapp zwanzig Jahren begannen Raubkopien von Filmen im grösseren Stil zu zirkulieren, die eine sehr kleine Auflösung hatten und nur technikaffine Computernutzer wussten, wo man diese genau holen konnte. Die grosse Mehrheit war gerade in der Transition von der VHS zur DVD. Das Dominieren von Online-Angeboten (legal & illegal) begann erst in den letzten 10 Jahren.
(editiert vor 5 Jahren)
vor 5 Jahren
BentoBox
#4
@Harleyquinn
das Kino hat vom Betrachtungswinkel her eine kleinere Leinwand, wenn man nicht gerade recht weit vorne sitzt. Die Sitze sind unbequemer als zuhause, das Catering ist eingeschränkt, man kann die Untertitel idR nicht ausschalten und was am meisten stört: Es hat fremde Menschen.
Auch das Soundsystem ist im Kino nicht besser als bei mir zuhause und Kinofilme reizen noch nichtmal Full-HD aus dank Motion Blur, viel Unschärfe und weichzeichnenden Effekten.Früher machte das ja mal noch irgendwie sinn, regelmäßig ins Kino zu gehen, als man zuhause einen 14" TV mit PAL Auflösung und eingebautem Mono-Lautsprecher hatte. Aber heute eher weniger. Klar geht man aus sozialen Gründen ab und zu mal hin, aber das bedeutet ja nicht, dass man für Kino mehr Geld ausgeben würde, als für Unterhaltung zuhause.Da Disney einen proprietären Streaming-Client vorraussetzt und auch keine Downloads anbietet, ists für mich uninteressant. Für einen aktuellen Film als Download hätte ich allerdings durchaus bezahlt, wenn er interessant ist.
Auf BluRay releasen wäre noch eine Alternative gewesen.@Ataru dir ist schon bewusst dass 1x DivX installieren und auf einen Film klicken einfacher war als eine DVD abzuspielen? Damals musste mal teilweise noch gehackte Firmware flaschen um kommerzielle DVD Filme abzuspielen. Ist nicht so wie heute wo das in Software geht.
Die Transition ging allgemein von Analogtechnik auf digital, mit einer konsolidierung auf den PC. Konsolen, VHS und PAL verschwanden genauso wie Videotheken.
In den letzten 10 Jahren hat sich online (legal und "illegal") fast nichts mehr getan. Lediglich mkv hat avi als container abgelöst und full hd wurde zum standard gegenüber den DVD-ähnlichen Auflösungen, die ja auch vom digitalen Fernsehen seit Anfang der 2000er verwendet wurden.
Im kommerziellen Bereich fehlen nach wie vor attraktive Angebote, sowohl im Streaming als auch im Downloadbereich. Zeitweise gabs die für Audio (z.b. AllofMP3) und gibts auch heute noch. Im Videobereich herrscht noch ein großes Potenzial, auch wenn Nischenanbieter wie Massengeschmack hier ebenfalls schon seit vielen Jahren auf dem richtigen Weg sind.
das Kino hat vom Betrachtungswinkel her eine kleinere Leinwand, wenn man nicht gerade recht weit vorne sitzt. Die Sitze sind unbequemer als zuhause, das Catering ist eingeschränkt, man kann die Untertitel idR nicht ausschalten und was am meisten stört: Es hat fremde Menschen.
Auch das Soundsystem ist im Kino nicht besser als bei mir zuhause und Kinofilme reizen noch nichtmal Full-HD aus dank Motion Blur, viel Unschärfe und weichzeichnenden Effekten.Früher machte das ja mal noch irgendwie sinn, regelmäßig ins Kino zu gehen, als man zuhause einen 14" TV mit PAL Auflösung und eingebautem Mono-Lautsprecher hatte. Aber heute eher weniger. Klar geht man aus sozialen Gründen ab und zu mal hin, aber das bedeutet ja nicht, dass man für Kino mehr Geld ausgeben würde, als für Unterhaltung zuhause.Da Disney einen proprietären Streaming-Client vorraussetzt und auch keine Downloads anbietet, ists für mich uninteressant. Für einen aktuellen Film als Download hätte ich allerdings durchaus bezahlt, wenn er interessant ist.
Auf BluRay releasen wäre noch eine Alternative gewesen.@Ataru dir ist schon bewusst dass 1x DivX installieren und auf einen Film klicken einfacher war als eine DVD abzuspielen? Damals musste mal teilweise noch gehackte Firmware flaschen um kommerzielle DVD Filme abzuspielen. Ist nicht so wie heute wo das in Software geht.
Die Transition ging allgemein von Analogtechnik auf digital, mit einer konsolidierung auf den PC. Konsolen, VHS und PAL verschwanden genauso wie Videotheken.
In den letzten 10 Jahren hat sich online (legal und "illegal") fast nichts mehr getan. Lediglich mkv hat avi als container abgelöst und full hd wurde zum standard gegenüber den DVD-ähnlichen Auflösungen, die ja auch vom digitalen Fernsehen seit Anfang der 2000er verwendet wurden.
Im kommerziellen Bereich fehlen nach wie vor attraktive Angebote, sowohl im Streaming als auch im Downloadbereich. Zeitweise gabs die für Audio (z.b. AllofMP3) und gibts auch heute noch. Im Videobereich herrscht noch ein großes Potenzial, auch wenn Nischenanbieter wie Massengeschmack hier ebenfalls schon seit vielen Jahren auf dem richtigen Weg sind.
vor 5 Jahren
Ataru
#5
@BentoBox
"dir ist schon bewusst dass 1x DivX installieren und auf einen Film klicken einfacher war als eine DVD abzuspielen? [...]"Du überschätzt die Anzahl Menschen, die bereits vor knapp zwei Jahrzehnten es bevorzugt haben, ihre Filme vom Internet herunterzuladen und auf dem Computer zu schauen, anstelle sie auf klassischen Trägermedien wie DVD auszuleihen oder zu kaufen. Die Datenübertragungsraten und deren Internetkosten waren für Downloads von Spielfilmen erst Mitte der 2000er für den Massenkonsum annehmbar. Die DVD trag hingegen seit Beginn der 2000ern einen Siegeszug an und war in beinahe allen Haushalten zu finden. Was wiederum das Abspielen von DVDs angeht, habe ich selber noch nie Kompatibilitätsprobleme mit meinen Players gehabt, und ich erinnere mich auch nicht daran, dass meine technikaffinen Kumpels sich gross darüber beschwert hätten, oder dass dies ein grosses Thema in einschlägigen Foren des Usenet war. Ich kaufe DVDs seit 1999."In den letzten 10 Jahren hat sich online (legal und "illegal") fast nichts mehr getan. [...]"Ich kenne die Transition von Analog zu Digital nur allzu gut, schliesslich habe ich sie auch selber erlebt. Es geht mir rein um deine Behauptung, dass seit mittlerweile knapp 20 Jahren auch die online Distribution dominieren würde. Im Fall von Spielfilmen widerspricht deine Aussage der oben geschilderten Tatsachen. Die Online-Distribution begann erst dann die klassischen Medienträger abzulösen, als die Datenübertragungsraten und deren Kosten für die Normalverbraucher annehmbar wurden, was erst seit ca. 10 Jahren der Fall ist. Das erklärt auch, wieso Streaming in den letzten 10 Jahren die bevorzugte Art und Weise wurde, wie man TV schaut und Spielfilme konsumiert.
"dir ist schon bewusst dass 1x DivX installieren und auf einen Film klicken einfacher war als eine DVD abzuspielen? [...]"Du überschätzt die Anzahl Menschen, die bereits vor knapp zwei Jahrzehnten es bevorzugt haben, ihre Filme vom Internet herunterzuladen und auf dem Computer zu schauen, anstelle sie auf klassischen Trägermedien wie DVD auszuleihen oder zu kaufen. Die Datenübertragungsraten und deren Internetkosten waren für Downloads von Spielfilmen erst Mitte der 2000er für den Massenkonsum annehmbar. Die DVD trag hingegen seit Beginn der 2000ern einen Siegeszug an und war in beinahe allen Haushalten zu finden. Was wiederum das Abspielen von DVDs angeht, habe ich selber noch nie Kompatibilitätsprobleme mit meinen Players gehabt, und ich erinnere mich auch nicht daran, dass meine technikaffinen Kumpels sich gross darüber beschwert hätten, oder dass dies ein grosses Thema in einschlägigen Foren des Usenet war. Ich kaufe DVDs seit 1999."In den letzten 10 Jahren hat sich online (legal und "illegal") fast nichts mehr getan. [...]"Ich kenne die Transition von Analog zu Digital nur allzu gut, schliesslich habe ich sie auch selber erlebt. Es geht mir rein um deine Behauptung, dass seit mittlerweile knapp 20 Jahren auch die online Distribution dominieren würde. Im Fall von Spielfilmen widerspricht deine Aussage der oben geschilderten Tatsachen. Die Online-Distribution begann erst dann die klassischen Medienträger abzulösen, als die Datenübertragungsraten und deren Kosten für die Normalverbraucher annehmbar wurden, was erst seit ca. 10 Jahren der Fall ist. Das erklärt auch, wieso Streaming in den letzten 10 Jahren die bevorzugte Art und Weise wurde, wie man TV schaut und Spielfilme konsumiert.
(editiert vor 5 Jahren)
vor 5 Jahren
BentoBox
#6
@Ataru nochmals:
Die DVD kam Ende der 90er Jahre. Kurz danach gabs auch Flatrates und Breitband. Das ist kein "entweder..oder" sondern beides wurde von den Konsumenten angenommen. Klar spielten Videotheken eine große Rolle, denn ein Film war zu Beginn schnell ausgeliehen und in definierter Qualität gerippt.Komisch dass du nie Probleme gehabt hast. Vielleicht hast du nicht soviele DVDs konsumiert wie ich damals. Viele Laufwerke waren irgendwann RPC-2, d.h. der Region Code war nach 5x umschalten in der Firmware gelockt. Ferner brauchte es - wenn man keinen Apple hatte - zwingend einen extra Player, der idR auch kostenpflichtig war. Schließlich mussten die Lizenzgebühren an das entsprechende Konsortium bezahlt werden.
Desweiteren hatten einige Player Probleme, UOP-Beschränkungen zu übergehen.Somit liegst du also mit deiner Behauptung, dass Videodistribution online erst ab den 2010ern eine Rolle spielte, schlichtweg daneben. Ob du dir das jetzt eingestehen willst oder nicht.
Nur mal so zum Vergleich: Ich lebe seit 2011 in der Schweiz und hatte von Anfang an Glasfaser. Da war nicht nur die DSL Ära zu Ende, sondern in der Agglo Zürich war auch schon das neuere Kabelnetz (also Anbindung via Coax) auf dem absteigenden Ast. Zwei Breitbandtechnologien, die im Jahrzehnt zuvor dominierend waren.Edit: Um auch nochmal auf die Inhalte einzugehen: DVDs wurden oft erst nach Jahren released - gerade bei Serien. Wer also aktiv neuen Content konsumierte, für den dominierte die Online-Distribution schon sehr früh. Man diskutierte ja auch mit Freunden und Bekannten, online wie offline - da wartet man nicht.
Wer dagegen einfach immer mal wieder seine Mediathek um einen Klassiker erweiterte und und auf Qualität wertlegte, der hatte dagegen sehr viele DVD Quellen und online war weniger wichtig.
Die DVD kam Ende der 90er Jahre. Kurz danach gabs auch Flatrates und Breitband. Das ist kein "entweder..oder" sondern beides wurde von den Konsumenten angenommen. Klar spielten Videotheken eine große Rolle, denn ein Film war zu Beginn schnell ausgeliehen und in definierter Qualität gerippt.Komisch dass du nie Probleme gehabt hast. Vielleicht hast du nicht soviele DVDs konsumiert wie ich damals. Viele Laufwerke waren irgendwann RPC-2, d.h. der Region Code war nach 5x umschalten in der Firmware gelockt. Ferner brauchte es - wenn man keinen Apple hatte - zwingend einen extra Player, der idR auch kostenpflichtig war. Schließlich mussten die Lizenzgebühren an das entsprechende Konsortium bezahlt werden.
Desweiteren hatten einige Player Probleme, UOP-Beschränkungen zu übergehen.Somit liegst du also mit deiner Behauptung, dass Videodistribution online erst ab den 2010ern eine Rolle spielte, schlichtweg daneben. Ob du dir das jetzt eingestehen willst oder nicht.
Nur mal so zum Vergleich: Ich lebe seit 2011 in der Schweiz und hatte von Anfang an Glasfaser. Da war nicht nur die DSL Ära zu Ende, sondern in der Agglo Zürich war auch schon das neuere Kabelnetz (also Anbindung via Coax) auf dem absteigenden Ast. Zwei Breitbandtechnologien, die im Jahrzehnt zuvor dominierend waren.Edit: Um auch nochmal auf die Inhalte einzugehen: DVDs wurden oft erst nach Jahren released - gerade bei Serien. Wer also aktiv neuen Content konsumierte, für den dominierte die Online-Distribution schon sehr früh. Man diskutierte ja auch mit Freunden und Bekannten, online wie offline - da wartet man nicht.
Wer dagegen einfach immer mal wieder seine Mediathek um einen Klassiker erweiterte und und auf Qualität wertlegte, der hatte dagegen sehr viele DVD Quellen und online war weniger wichtig.
(editiert vor 5 Jahren)
vor 5 Jahren
Ataru
#7
@BentoBoxIch habe nirgends von einem "entweder... oder" gesprochen, sondern von dem, was der Massenkonsum zuerst bevorzugt hat.
Mit mehreren hunderten Anime und Spielfilm-DVDs in meiner persönlichen Sammlung und ebenso vielen ausgeliehenen Scheiben aus einer TV-Zeitschriftredaktion zwischen 2004-08 denke ich, dass ich ein Wörtchen mitreden kann, was die Kompatibilität von DVDs angeht. Wie gesagt, ich hatte nie Probleme mit meinen Discs. Ich schaute sie auch nie auf dem Computer (wozu auch?), sondern auf einem codefree-Player."Somit liegst du also mit deiner Behauptung, dass Videodistribution online erst ab den 2010ern eine Rolle spielte, schlichtweg daneben. Ob du dir das jetzt eingestehen willst oder nicht."Ich muss mir nichts eingestehen. Du hingegen solltest dich seriöser mit dem Thema auseinandersetzen, um fundierte Behauptungen zur Technikgeschichte und Massenkonsum aufzustellen, anstelle von deinen persönlichen Vorlieben und Abneigungen auszugehen. :-p Der Werdegang von Netflix vom einstigen DVD-Massenverleiher zum heutigen Streaming-Gigant ist z.B. ein erster Anhaltspunkt, der deinen eigenen Irsinn ("In den letzten 10 Jahren hat sich online (legal und "illegal" fast nichts mehr getan) vor Augen führen sollte.Und damit ist dieses Thema für mich gegessen, da massivst off-topic.
Mit mehreren hunderten Anime und Spielfilm-DVDs in meiner persönlichen Sammlung und ebenso vielen ausgeliehenen Scheiben aus einer TV-Zeitschriftredaktion zwischen 2004-08 denke ich, dass ich ein Wörtchen mitreden kann, was die Kompatibilität von DVDs angeht. Wie gesagt, ich hatte nie Probleme mit meinen Discs. Ich schaute sie auch nie auf dem Computer (wozu auch?), sondern auf einem codefree-Player."Somit liegst du also mit deiner Behauptung, dass Videodistribution online erst ab den 2010ern eine Rolle spielte, schlichtweg daneben. Ob du dir das jetzt eingestehen willst oder nicht."Ich muss mir nichts eingestehen. Du hingegen solltest dich seriöser mit dem Thema auseinandersetzen, um fundierte Behauptungen zur Technikgeschichte und Massenkonsum aufzustellen, anstelle von deinen persönlichen Vorlieben und Abneigungen auszugehen. :-p Der Werdegang von Netflix vom einstigen DVD-Massenverleiher zum heutigen Streaming-Gigant ist z.B. ein erster Anhaltspunkt, der deinen eigenen Irsinn ("In den letzten 10 Jahren hat sich online (legal und "illegal" fast nichts mehr getan) vor Augen führen sollte.Und damit ist dieses Thema für mich gegessen, da massivst off-topic.
vor 5 Jahren
BentoBox
#8
> @Ataru Ich habe nirgends von einem "entweder... oder" gesprochen, sondern von dem, was der Massenkonsum zuerst bevorzugt hat.Wie oben dargelegt:
Der "Massenkonsum" beinhaltete vor 20 Jahren sowohl online Distribution als auch DVDs. Ebenso spielte Rundfunk noch eine große Rolle. Diese historische Tatsache kannst du jetzt aktzeptieren, oder dich weiterhin mit Händen und Füßen dagegen wehren. Für was davon du dich entscheidest, spielt für mich keine Rolle.Im Gegensatz zu dir habe ich mich mit der Thematik seriös befasst. Da du nichts neues beigetragen hast, beende ich diese OT Diskussion hiermit.Edit: Eins noch, da du Netflix ins Spiel bringst: Die sind relativ "neu" auf dem Online-Distributionsmarkt und waren dennoch bereits 2007 mit Streaming vertreten. Vielleicht solltest du ein wenig Jahreszahlen recherchieren bevor du dich blamierst.
(editiert vor 5 Jahren)
vor 5 Jahren
Ataru
#9
@BentoBoxEntweder hast du eine ausgeprägte Leseschwäche und willst einfach eine Deutungshoheit haben, koste was es wolle, oder wir reden schlicht aneinander vorbei. Anders kann ich mir deine Hartnäckigkeit nicht erklären.
Ich fasse nochmals zusammen:Im Zusammenhang mit der Technologie der DVD behauptest du weiter oben zunächst einfach mal: "Und seit mittlerweile knapp 20 Jahren dominiert auch die online Distribution."Ich sage dazu: "Halt!", und erkläre dir bevorzugte Mediengewohnheit zweier unterschiedlicher Gruppen aufgrund der damit zusammenhängenden Technikgeschichte.Darauf kommst du mit: "Sei dir der Technik und deren Tücken bewusst, die seit Jahr X existiert und sich durch dieses und jenes auszeichnet!"Ich beharre auf den Standpunkt: "Die Normalverbraucher bevorzugten ihren Spielfilmkonsum auf klassische Art und Weise aufgrund damaliger technischer Möglichkeiten und Kosten." Und mehr zum historischen Medienwandel.Du wiederum: "Es gab die Technik bereits damals schon! Beides existierte zeitgleich!"
Und beginnst mir Worte in den Mund zu legen: "Somit liegst du also mit deiner Behauptung, dass Videodistribution online erst ab den 2010ern eine Rolle spielte, schlichtweg daneben."[Mit einem nachgereichten Edit gibst du dann zu, dass es betreffend des Medienkonsums zwei unterschiedliche Nutzer gibt. Immerhin das.]Ich könnte auf deine letzten Worte damit kontern: "--> Habe ich weiter oben an irgendeiner Stelle gesagt und angedeutet, dass die Online-Distribution von Spielfilmen bis anhin keine Rolle spielen würde?? ô_o"Habe ich aber nicht getan, sondern so geantwortet: "Och menno, vertief dich doch einfach mehr mit der Materie. Z.B. mit dem Werdegang von Netflix! :p"Und du: "Es hat schon damals X, Y und Z gegeben! Schnallst du des immer noch ned?" und weiter: "Hättest nicht gedacht, dass Netflix bereits 2007 Streaming im Angebot hatte; jetzt biste aber blamiert, was?"Und nun ich: Das wusste ich schon längstens. Mir geht es ja nicht darum, seit wann genau ein bestimmtes Angebot oder eine bestimmte Technik und Technologie existiert, sondern um den Ausschnitt im folgenden Beitrag: https://dmexco.com/de/stories/was-wir-von-netflix-lernen-koennen/Im Jahr 2007 durchbrach man die Schallmauer von einer Milliarde verschickter DVDs und startete mit dem ersten Streaming-Angebot gleichzeitig das Ende des eigenen Geschäftsmodells.So, und nochmals für dich: Bist du dir immer noch sicher, dass vor knapp 20 Jahren die Online-Distribution von Spielfilmen dominierte?
Ich fasse nochmals zusammen:Im Zusammenhang mit der Technologie der DVD behauptest du weiter oben zunächst einfach mal: "Und seit mittlerweile knapp 20 Jahren dominiert auch die online Distribution."Ich sage dazu: "Halt!", und erkläre dir bevorzugte Mediengewohnheit zweier unterschiedlicher Gruppen aufgrund der damit zusammenhängenden Technikgeschichte.Darauf kommst du mit: "Sei dir der Technik und deren Tücken bewusst, die seit Jahr X existiert und sich durch dieses und jenes auszeichnet!"Ich beharre auf den Standpunkt: "Die Normalverbraucher bevorzugten ihren Spielfilmkonsum auf klassische Art und Weise aufgrund damaliger technischer Möglichkeiten und Kosten." Und mehr zum historischen Medienwandel.Du wiederum: "Es gab die Technik bereits damals schon! Beides existierte zeitgleich!"
Und beginnst mir Worte in den Mund zu legen: "Somit liegst du also mit deiner Behauptung, dass Videodistribution online erst ab den 2010ern eine Rolle spielte, schlichtweg daneben."[Mit einem nachgereichten Edit gibst du dann zu, dass es betreffend des Medienkonsums zwei unterschiedliche Nutzer gibt. Immerhin das.]Ich könnte auf deine letzten Worte damit kontern: "--> Habe ich weiter oben an irgendeiner Stelle gesagt und angedeutet, dass die Online-Distribution von Spielfilmen bis anhin keine Rolle spielen würde?? ô_o"Habe ich aber nicht getan, sondern so geantwortet: "Och menno, vertief dich doch einfach mehr mit der Materie. Z.B. mit dem Werdegang von Netflix! :p"Und du: "Es hat schon damals X, Y und Z gegeben! Schnallst du des immer noch ned?" und weiter: "Hättest nicht gedacht, dass Netflix bereits 2007 Streaming im Angebot hatte; jetzt biste aber blamiert, was?"Und nun ich: Das wusste ich schon längstens. Mir geht es ja nicht darum, seit wann genau ein bestimmtes Angebot oder eine bestimmte Technik und Technologie existiert, sondern um den Ausschnitt im folgenden Beitrag: https://dmexco.com/de/stories/was-wir-von-netflix-lernen-koennen/Im Jahr 2007 durchbrach man die Schallmauer von einer Milliarde verschickter DVDs und startete mit dem ersten Streaming-Angebot gleichzeitig das Ende des eigenen Geschäftsmodells.So, und nochmals für dich: Bist du dir immer noch sicher, dass vor knapp 20 Jahren die Online-Distribution von Spielfilmen dominierte?
(editiert vor 5 Jahren)
vor 5 Jahren
BentoBox
#11
> @Ataru Entweder hast du eine ausgeprägte Leseschwäche und willst einfach eine Deutungshoheit habenWeder noch. Ich korrigierte lediglich deine nicht mehr ganz frischen Erinnerungen.
> @Ataru So, und nochmals für dich: Bist du dir immer noch sicher, dass vor knapp 20 Jahren die Online-Distribution von Spielfilmen dominierte?Oh, jetzt geht's plötzlich nur um Spielfilme - andere nachgefragte Videoangebote wie z.B. Serien klammerst du aus?
Der typische Konsument amerikanischer Serien hat Anfang der 2000er nämlich mitnichten jahrelang (!) auf die DVD gewartet, und solange seine Freunde gebeten, ihn nicht zu spoilern.Und auch viele Filmfans griffen zu online zurück, da die Filme zeitnah nach dem Release verfügbar waren. Oftmals ebenfalls Jahre vor einem lokalen Kino-Release, der erst eine Synchronisation abwarten musste. Oder dem ebenfalls verzögerten DVD Release.Also ja, ich bleib dabei: Seit knapp 20 Jahren ist die online Distribution von großer Relevanz und durchaus dominant, weil alternative Kanäle, die einen zeitnahen Konsum erlaubt hätten, zwischendurch gar nicht existierten.Das war allerdings eher eine Randnotiz. DVD wurde später von BD ersetzt, sobald diese durch Erwachsentitel und die Bundleing mit der PS3 sich gegen die HDDVD durchsetze. Heute verzichten aber viele Integratoren und Endkunden darauf, weiterhin optische Laufwerke zu verbauen, sodass die BD heute nicht so omnipräsent ist, wie es DVD und CD früher waren.Was du mir mit dem verlinkten Artikel erzählen willst, ist mir nicht ganz klar. Wie schon erwähnt, stieg Netflix 2007 recht spät in den seit der Jahrtausendwende bestehenden Onlinedistributionsmarkt ein. Und auch bei den kommerziellen Online-Streamern waren sie sicher nicht die ersten (z.B. war Maxdome vorher da).
Die "digitaler Transformation" hat darüberhinaus auch bei Netflix schon lange vorher stattgefunden, denn sie machten ihr Geschäft ja zunächst mit DVDs und nicht mit analogen Medien wie z.B. Laserdisc oder VHS.
Desweiteren ersetzt Streaming ja nicht per se das Geschäft mit optischen Medien da die use cases nicht deckungsgleich sind. Eine DVD/VCD/BD, ein heruntergeladenes oder vom digitalen Rundfunk aufgezeichnetes Video kannst du überall auch ohne Internet jederzeit anschauen. Dagegen kann man via Stream Live-Events übertragen, wie das im Rundfunk möglich ist.Heute stehen für viele Streaming-Konsumenten jedoch andere Faktoren im Vordergrund, die erst in jüngerer Vergangenheit mit zunehmender Cloudifizierung und kostengünstiger Verfügbarkeit größerer Bandbreiten in der Masse an Bedeutung gewonnen haben. Diese sind aber nicht revolutionär, sondern primär der Bequemlichkeit geschuldet.
vor 5 Jahren
HyperionCH
#12
@BentoBox Ehrlich gesagt machst du dem Fehler, dass du deinen Konsum und evtl. auch jener deiner Freunde (nicht repräsentativ) als allgemein gültig erklärst.
2019 hatten rund 20% der Haushalte Glasfaseranschluss (Quelle: ComCom). Dies ist also noch heute kein Standard und 2011 warst du eine Ausnahme.
Vor 20 Jahren 2001) hatten knapp 5% der Bevölkerung Breitband (DSL oder Kabel:“; Quelle: BfS). Bei diesen 5% haben vielleicht viele auch online konsumiert; aber die 95% taten dies bestimmt nicht.
2019 hatten rund 20% der Haushalte Glasfaseranschluss (Quelle: ComCom). Dies ist also noch heute kein Standard und 2011 warst du eine Ausnahme.
Vor 20 Jahren 2001) hatten knapp 5% der Bevölkerung Breitband (DSL oder Kabel:“; Quelle: BfS). Bei diesen 5% haben vielleicht viele auch online konsumiert; aber die 95% taten dies bestimmt nicht.
vor 5 Jahren
BentoBox
#13
@HyperionCH das ist falsch, den Fehler mache ich nicht.Du beachtest nicht, dass nicht alle Menschen gleich sind und die gleichen Interessen haben.Einfaches Beispiel aus einem anderen Bereich:
Beim Tauchen sind Open Circuit Systeme dominierend. Trotzdem haben die wenigsten Menschen, die ihre Freizeit am oder im Wasser verbringen, entsprechendes Equipment.Genauso sind Konsumenten, die amerikanische (oder auch japanischen) Serien und Kinofilme in OV und zeitnah konsumieren eine Minderheit. Dennoch dominierten die entsprechenden Technologien zu dem genannten Zeitpunkt. Du kannst das jetzt ebenfalls akzeptieren oder aber wie @Ataru und andere so tun, als wäre dies nie geschehen. Ich frage mich zudem, ob hier nicht die eigene Furcht etwas verpasst zu haben, als Motivation dient ständig zu widersprechen.Ich bin mal aus der "Diskussion" raus, sie führt zu nichts.
Beim Tauchen sind Open Circuit Systeme dominierend. Trotzdem haben die wenigsten Menschen, die ihre Freizeit am oder im Wasser verbringen, entsprechendes Equipment.Genauso sind Konsumenten, die amerikanische (oder auch japanischen) Serien und Kinofilme in OV und zeitnah konsumieren eine Minderheit. Dennoch dominierten die entsprechenden Technologien zu dem genannten Zeitpunkt. Du kannst das jetzt ebenfalls akzeptieren oder aber wie @Ataru und andere so tun, als wäre dies nie geschehen. Ich frage mich zudem, ob hier nicht die eigene Furcht etwas verpasst zu haben, als Motivation dient ständig zu widersprechen.Ich bin mal aus der "Diskussion" raus, sie führt zu nichts.
(editiert vor 5 Jahren)
vor 5 Jahren
Nekomana
#14
@BentoBox Es stimmt eben schon, dass selbst jetzt noch nicht alle Glasfaser haben. Raum Zürich ist da schon immer Fortschrittlich gewesen. Aber bei uns (Raum Aarau) ist Glasfaser noch eine Seltenheit. Wir haben sogar noch so alte Stromleitungen im Garten, was echt witzig ist xD Jemand, den ich von der Arbeit her kenne und nur 7 Tage älter ist als ich, ist in einem Bauernkaff aufgewachsen, in der Schweiz. Und in der Oberstufe hat man die Klasse noch gefragt, ob sie alle einen Internetanschluss haben. Wie gesagt, die Person ist nur 7 Tage älter wie ich und hat trotzdem eine Informatik Ausbildung abgeschlossen Es kommt darauf an wo man in der Schweiz lebt, um eine super Internetverbindung zu haben. Es gibt in der Schweiz immer noch Käffer die haben kein Handyempfang...Ich mag mich erinnern, dass wir als Familie so gut wie keine DVDs hatten, sondern vorallem noch VHS, als ich klein war. Und sonst nahm mein Paps die Serien auf VHS auf, um sie später sehen zu können. Streaming kam erst zu kinox.to bei uns in der Familie auf. Dann zur gleichen Zeit gabs eine DVD Ausleihe die wir regelmässig benutzt haben. Als ich in die Oberstufe kam (so 2010 rum) hab ich nur noch gestreamt und kaufe heute auch noch selten DVDs/Blurays.Wie es zu 2000/2001 Zeiten bei anderen war, kann ich nicht beurteilen, da ich da noch mega klein war. Aber bei Anfangs 2000 war doch das Inteenet zwar bekannt, das volle Potential wurde aber noch nicht benutzt, dacht ich? Das heisst Streamen konnte man doch noch gar nicht richtig, da es an Leistung der Rechner + Leitungen mangelte? So zumindest aus den Erzählungen der Erwachsenen Menschen, die eine Zeit vor Internet kannten xD
vor 5 Jahren
BentoBox
#15
@Nekomana die Leute, die Glasfaser wollen, haben idR.
Anderen sind günstigere Mietpreise/Immopreise wichtiger. Ein Treiber gegen den Glasfaserwunsch war die Weiterentwicklung des Coaxnetzes (ex Kabelfernsehen).Ich hatte ebenfalls noch bis Mitte der 2000er VHS. Ist halt historisch gewachsen und wurde irgendwann bei nem Umzug entsorgt. Zusammen mit dem PAL Fernseher und dem analogen Sat-Receiver, sowie einigen Spielkonsolen.Und ja, Streaming hat sich technologisch (und erst recht kommerziell) erst relativ spät verbreitet. Am Anfang war digitale Distribution auf Downloads beschränkt (Napster, Rivalnet, später eMule etc.), weil die Bandbreite halt noch sehr eingeschränkt war. Mit einem 56k Modem (nicht Breitband) konnte man Ende der 90er z.B. ca. 200 bis 400MB am Tag herunterladen. DSL in Deutschland war zunächst auf 1Mbit/s downlink und 128kbit/s (quasi 2x ISDN B-Kanal) Uplink beschränkt. Es gab durchaus kommerzielle Anwendungen und Appliances. Die Telekom hatte z.B. eine Box die gekaufte/geliehende Filme/Serien heruntergeladen und gespeichert hat, sodass man sie danach am TV hat anschauen können.Da aber auch das Angebot über den Satellit beschränkt war (die decken ja immer nur "ihren" geostationären Bereich ab, sodass wir in Europa kein amerikanisches TV empfangen können), waren P2P Downloads quasi die einzige und somit dominierende Option, aktuelle Serien und Filme zu konsumieren. Klar dass das in absoluten Zahlen nicht jedem ein Anliegen war, aber es gab doch sehr viele, die das in Anspruch nahmen und dementsprechend waren solche Diskussion vom Pausenhof bis zum Arbeitsplatz weit verbreitet. Dazu musste man kein Technik-Nerd sein.Nicht umsonst führte das ganze auch zu ausufernden politischen Diskussionen und hatte juristische Folgen mit weitreichenden Änderungen des Urheberrechts und Einführung von Abgaben auf Medien. Dies, weil die Contenthersteller zwar die reale Nachfrage erkannten, aber - wohl aus ideologischen Gründen - ihr Geschäftsmodell nicht ändern und damit Geld verdienen wollten. Wäre das ganze eine Nischenerscheinung gewesen, hätte es auch niemanden interessiert.Die Leistungsfähigkeit der Hardware war in meinen Augen ein eher geringes Problem. Es gab Harwarebeschleuniger für MPEG1 und 2 (z.B. auch als Addon für Spielkonsolen), aber die gängige Hardware konnte das einfach in Software abspielen. Mit der Umstellung auf Full HD und h.264 kam erst die Challenge.
Anderen sind günstigere Mietpreise/Immopreise wichtiger. Ein Treiber gegen den Glasfaserwunsch war die Weiterentwicklung des Coaxnetzes (ex Kabelfernsehen).Ich hatte ebenfalls noch bis Mitte der 2000er VHS. Ist halt historisch gewachsen und wurde irgendwann bei nem Umzug entsorgt. Zusammen mit dem PAL Fernseher und dem analogen Sat-Receiver, sowie einigen Spielkonsolen.Und ja, Streaming hat sich technologisch (und erst recht kommerziell) erst relativ spät verbreitet. Am Anfang war digitale Distribution auf Downloads beschränkt (Napster, Rivalnet, später eMule etc.), weil die Bandbreite halt noch sehr eingeschränkt war. Mit einem 56k Modem (nicht Breitband) konnte man Ende der 90er z.B. ca. 200 bis 400MB am Tag herunterladen. DSL in Deutschland war zunächst auf 1Mbit/s downlink und 128kbit/s (quasi 2x ISDN B-Kanal) Uplink beschränkt. Es gab durchaus kommerzielle Anwendungen und Appliances. Die Telekom hatte z.B. eine Box die gekaufte/geliehende Filme/Serien heruntergeladen und gespeichert hat, sodass man sie danach am TV hat anschauen können.Da aber auch das Angebot über den Satellit beschränkt war (die decken ja immer nur "ihren" geostationären Bereich ab, sodass wir in Europa kein amerikanisches TV empfangen können), waren P2P Downloads quasi die einzige und somit dominierende Option, aktuelle Serien und Filme zu konsumieren. Klar dass das in absoluten Zahlen nicht jedem ein Anliegen war, aber es gab doch sehr viele, die das in Anspruch nahmen und dementsprechend waren solche Diskussion vom Pausenhof bis zum Arbeitsplatz weit verbreitet. Dazu musste man kein Technik-Nerd sein.Nicht umsonst führte das ganze auch zu ausufernden politischen Diskussionen und hatte juristische Folgen mit weitreichenden Änderungen des Urheberrechts und Einführung von Abgaben auf Medien. Dies, weil die Contenthersteller zwar die reale Nachfrage erkannten, aber - wohl aus ideologischen Gründen - ihr Geschäftsmodell nicht ändern und damit Geld verdienen wollten. Wäre das ganze eine Nischenerscheinung gewesen, hätte es auch niemanden interessiert.Die Leistungsfähigkeit der Hardware war in meinen Augen ein eher geringes Problem. Es gab Harwarebeschleuniger für MPEG1 und 2 (z.B. auch als Addon für Spielkonsolen), aber die gängige Hardware konnte das einfach in Software abspielen. Mit der Umstellung auf Full HD und h.264 kam erst die Challenge.
(editiert vor 5 Jahren)
vor 5 Jahren
Nekomana
#16
@BentoBox Ich hätte berne Glasfaser, aber dann richtig, mit Glasfaser im Haus. Das würde aber dem Vermieter kosten, und dagegen kann man als Mieter nicht viel machen. Glasfaser im Quartier muss auch zuerst mal erschlossen werden. Das muss aber wiederum die Gemeinde bezahlen und das macht keine Gemeinde frewillig. Deswegen naja... Ich denke Leute die unbedingt Glasfaser haben wollen ziehen eher in Gegende, wo es bereits Glasfaser hat und nicht umgekehrt Allerdings ist auch die Frage, ob das mit dem Leben vereinbar ist. Trotzdem ist Statistisch gesehen Glasfaser wirklich noch eine Seltenheit in der Schweiz. Zudem können sich auch nicht alle hohe Mieten leisten Nicht alle verdienen so gut wie du. Ich kenne mehr, die weniger verdienen wie du, als solche die etwa genau so viel verdienen wie du Ich für meinen Teil bin der Meinung das Streaming erst in den 2010er Jahren so richtig aufkam, vorher dominierten andere Dinge. Heisst ich bin auch Atarus Meinung.
vor 5 Jahren
BentoBox
#17
@Nekomana Vermieter und Gemeinden investieren schon in Glasfaser. Investitionen bedeuten ja steigende Miet- und Steuereinnahmen. Aber es hängt halt von ihrem Geschäftsmodell ab. Wer das zahlen möchte (und auch ÖV, Autobahn, Nähe zu Einrichtungen/Nightlife etc.), sucht sich eine entsprechende Wohnung. Es geht teilweise auch mit niedrigem Einkommen, aber dann hat man andere Kompromisse - z.B. WG-Zimmer in ner Altbauwohnung.
Andere Gemeinden/Vermieter (und auch Länder) setzen auf den Preis und investieren daher nur das nötigste.Es ging hier übrigens nicht um Streaming, sondern um online-Distribution von Filmen/Serien. Hier ist Streaming eben nur eine Technologie neben zentralisierten Downloads und P2P.
Dass es seit den 2010ern zunehmend Leute gibt, die das kommerziell konsumieren, spielt also in dieser Diskussion überhaupt keine Rolle und ist OT. Ich habe keine Ahnung, warum das in den Diskussionstitel übernommen wurde.Ich wüsste auch nicht, was sonst vorher dominiert hat. Wenn du jetzt z.B. die neueste Folge von der Serie Enterprise oder den neuesten Kinofilm in OV sehen wolltest, zu welcher Technologie hättest du anno 2005 gegriffen?
Andere Gemeinden/Vermieter (und auch Länder) setzen auf den Preis und investieren daher nur das nötigste.Es ging hier übrigens nicht um Streaming, sondern um online-Distribution von Filmen/Serien. Hier ist Streaming eben nur eine Technologie neben zentralisierten Downloads und P2P.
Dass es seit den 2010ern zunehmend Leute gibt, die das kommerziell konsumieren, spielt also in dieser Diskussion überhaupt keine Rolle und ist OT. Ich habe keine Ahnung, warum das in den Diskussionstitel übernommen wurde.Ich wüsste auch nicht, was sonst vorher dominiert hat. Wenn du jetzt z.B. die neueste Folge von der Serie Enterprise oder den neuesten Kinofilm in OV sehen wolltest, zu welcher Technologie hättest du anno 2005 gegriffen?
(editiert vor 5 Jahren)
vor 5 Jahren
Nekomana
#18
@BentoBox Wie gesagt, für Raum Zürich mag das stimmen, für Raum Aarau stimmt das auf jeden Fall nicht Raum Zürich hatte auch als 1. Glasfaser. Und Raum Zürich treibt das auch voran, ja, aber es gibt noch eine Schweiz ausser Zürich, dass darf man nicht vergessen....Der Titel des Threads ist allerdings DVD vs. Streaming. Somit müsste dann eure Diskusion OT gewesen sein und nicht Streaming vs DVD xD Also mir wird hier auf dem Handy zumindest dieser Titel angezeigt.....
vor 5 Jahren
Ataru
#19
Fairerweise muss ich BentoBox zustimmen, was den Titel des Threads angeht: Es sollte eigentlich DVD vs. Online-Distribution heissen, denn daran hat sich die Diskussion entbrannt.@BentoBox
> Oh, jetzt geht's plötzlich nur um Spielfilme - andere nachgefragte Videoangebote wie z.B. Serien klammerst du aus?Wir können das problemlos erweitern von Spielfilmen auf TV-Serien. Das ändert jetzt nichts an der Sache, dass beim Massenkonsum nach der VHS zuerst die DVD zu dominieren begann, nicht Videomitschnitte in schlechter Auflösung im damaligen Internet. Unter der Nische technikaffiner Fans sah das hingegen anders aus, siehe weiter unten.
> Der typische Konsument amerikanischer Serien hat Anfang der 2000er nämlich mitnichten jahrelang (!) auf die DVD gewartet, und solange seine Freunde gebeten, ihn nicht zu spoilern.
> @BentoBox Klar dass das in absoluten Zahlen nicht jedem ein Anliegen war, aber es gab doch sehr viele, die das in Anspruch nahmen und dementsprechend waren solche Diskussion vom Pausenhof bis zum Arbeitsplatz weit verbreitet. Dazu musste man kein Technik-Nerd sein.Doch, dazu musste man sich mit Technik auskennen, oder zumindest mit ihr ein stückweit aufgewachsen seit. Es hat schon seinen Grund, weshalb gerade IT-Fachkräfte und technikaffine Jugendliche Ende der Neunziger/Anfang der 2000er zunächst noch die überwiegende Mehrheit der Fans von brandaktuellen Anime oder US SF-Serien ausmachte.Ich selber war nicht technikaffin und war mir 1999 zum ersten Mal bewusst geworden, was im Internet zu holen war: Zwei junge Informatiklehrlinge haben mir die Openings von damals brandneuen Animes (BGC 2040) gezeigt. Zwei Jahre später begannen Diskussionen in einschlägigen Foren des Usenet sich v.a. über Animes zu drehen, die gerade im japanischen TV ausgestrahlt wurden, weil man diese neuerdings auch vom Internet herunterladen konnte; vorausgesetzt, man hatte das nötige technische Know How über Filesharing bzw. wusste, wo und diese zu holen zu waren (z.B. über IRC).Das Aufkommen von BitTorrent hat die ganze Sache dann ziemlich vereinfacht. Ab 2002/3 konnte wirklich jeder auf einfache Art und Weise sich die neuesten Anime-Episoden oder SF-Folgen besorgen, wenn er einen leistungsfähigen Rechner und eine schnelle Internetverbindung hatte und die Mühe und den Aufwand nicht scheute, sich in einschlägigen Foren darüber zu informieren, was es zu konsumieren gab und wo man es (illegal) holen konnte. Somit kann man durchaus argumentieren, dass ab diesem Zeitpunkt die Online-Distribution zu dominieren begann, aber diese Dominanz betraf nur eine bestimmte Nische von Konsumenten.Insgesamt betrachtet überwogen beim Massenkonsum von Spielfilmen und TV-Serien – also das, was ein Grossteil der Bevölkerung schaut – zunächst noch die klassischen Trägermedien. Den Grund dafür habe ich weiter oben bereits genannt, und Hyperion hat dir noch Zahlen nachgeliefert.
(editiert vor 5 Jahren)
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